Projekt

Braunalgen  enthalten Fucoidan, ein Polysaccharid mit vielversprechenden Eigenschaften für Anwendungen in der Medizin und Kosmetik. Allerdings variiert Fucoidan in Struktur, Aufbau und Modifikationen wie Sulfatierungsgrad oder Molekulargewicht – je nach Herkunft und anderen Faktoren. Dies führt zu unterschiedlichen, mitunter sogar gegensätzlichen Wirkungen. Insbesondere für den medizinischen Einsatz muss die Wirkung natürlich eindeutig sein. Mit seinem interdisziplinären Ansatz will das FucoSan-Projekt systematisches Wissen über Fucoidane und ihre Wirkungsweisen generieren. In verschiedenen Testsystemen soll das jeweils für eine bestimmte Anwendung optimal geeignete Fucoidan gefunden werden.


Prozesskette

Die Projektpartner entwickeln wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Prozesse, um Braunalgen aus der Ostsee zu ernten bzw. zu erwerben.


Aus den Braunalgen werden Fucoidan-Extrakte erstellt. Diese wiederum werden in chemischen und biologischen Verfahren charakterisiert.


Alle Untersuchungsergebnisse fließen in eine Datenbank ein. Auf deren Basis wählen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aussichtsreichsten Kandidaten aus, um ihre Anwendbarkeit zu testen. In drei Pilotläufen werden die Fucoidan-Extrakte in den Bereichen Augenheilkunde (Altersbedingte Makuladegeneration), regenerative Medizin (Tissue Engineering) und Kosmetik auf ihre Eignung geprüft.

 

Zugleich führen die Projektpartner Marktanalysen durch und entwickeln Geschäftsmodelle für Produkte, die auf spezifischen Fucoidan-Extrakten basieren. Somit wird die Expertise, die in der deutsch-dänischen Grenzregion zu finden ist, zu einer nachhaltigen Wertschöpfungskette zusammengeführt.