Aus unseren Aktivitäten


Vorstellung von FucoSan auf “Blue Biotechnology in Baltic Sea Region"

© Daniel Laufs

Die Vernetzung von Nutzern, Anwendern und Entwicklern der „Blauen Biotechnologie“ ist ein wichtiges Anliegen der Konferenz „Blue Biotechnology in Baltic Sea Region". FucoSan wird hier in einer Posterpräsentation vorgestellt und kann so weitere Kontakte im Ostseeraum knüpfen. Die Konferenz  wird durch das Projekt „Baltic Blue Biotech Alliance“ organisiert, welches seinerseits von Interreg Baltic Sea Region gefördert wird. Vom 22. bis zum 24. August diskutieren in Greifswald etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft über das Forschungsfeld der „Blauen Technologie“.

Mehr Informationen zu der Konferenz: www.balticbluealliance-conference.eu

Wissenschaftlicher Nachwuchs beim Erfahrungsaustausch

Um das gemeinsame Ziel – die erfolgreiche Charakterisierung der Fucoidane – effektiv erreichen zu können, trafen sich vier Promovierende der Projektpartner Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am 19. Juli 2018 in Kiel.
Die Nachwuchswissenschaftler tauschten Erfahrungen aus, diskutierten die wissenschaftliche Problemstellung und stimmten ihre weiteren Arbeitsprozesse ab. Auf das erste Treffen soll zukünftig im Zwei-Monats-Rhythmus ein regelmäßiger Austausch folgen.

Zahlreiche Extrakte erstellt und Eigenschaften identifiziert

© Daniel Laufs

Beim Treffen der Partner am 31. Mai in Kiel konnten die Wissenschaftler erste Erfahrungen austauschen, die sie bei der Charakterisierung der Fucoidane gemacht haben.
Die Projektpartner produzierten bereits zahlreiche Extrakte aus den ersten Chargen verschiedener Algenarten, die vom Projektpartner CRM zur Verfügung gestellt wurden – teilweise aus eigener Zucht, teilweise von externen Lieferanten. Die Fucoidane der sechs verwendeten Arten unterscheiden sich in ihren Eigenschaften. Je nach Herkunft, Molekulargröße und sogar Testsystem können Fucoidane sogar gegenteilige Wirkungen erzielen. Daher ist ihre Aufreinigung und genaue Charakterisierung unerlässlich. Die Partner bestimmen dabei Parameter wie Sulfatierungsgrad, Proteingehalt, Monosaccharidzusammensetzung und Molekularmasse. Im nächsten Schritt erstellen die Partner weitere Algenextrakte, um größere Mengen an Fucoidanen zu produzieren und die Ergebnisse zu verifizieren.

Projektbeirat gibt Hinweise für Vernetzungsmöglichkeiten

© Daniel Laufs

Am 1. Juni trat zum ersten Mal der Projektbeirat zusammen. Die Mitglieder des Beratungsgremiums lobten den ausgereiften systematischen und umfassenden Ansatz des Projekts. Außerdem gaben sie wertvolle Hinweise für Vernetzungsmöglichkeiten und das weitere Vorgehen der Projektpartner. In der Diskussion wurde deutlich, dass die FucoSan-Partner insbesondere für die Herstellung von Medizinprodukten Partner aus der Wirtschaft brauchen.

Hintere Reihe im Bild von links nach rechts:

  • Wolfgang-Dieter Glanz, Bundesverband Aquakultur e.V.
  • Dr. Per Spindler, Biopeople
  • Efthalia Arvaniti, PhD, SUBMARINER Network for Blue Growth
  • Dr. Kristin Krüger, Fraunhofer Einrichtung für Marine Biotechnologie
    Vordere Reihe:
  • Ass. Prof. Søren Laurentius Nielsen, PhD, Roskilde University
  • Claire Hellio, European Society for Marine Biotechnology
  • Dr. Imke Schneemann, Life Science Nord Management GmbH

Zu warm – Algen müssen geerntet werden

© Daniel Laufs

Der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnung hat auch die Wassertemperaturen früh im Jahr ansteigen lassen. Manche Braunalgen vertragen diese Wärme nicht gut, sie bevorzugen kühleres Wasser, da sie ursprünglich im Nordatlantik beheimatet sind. In den kühleren Wintermonaten stehen außerdem genügend Nährstoffe im Wasser zur Verfügung, die für das Algenwachstum wichtig sind.

Deshalb musste jetzt Projektpartnerin Verena Sandow von CRM den Zuckertang (Saccharina latissima), den sie in einer Algenfarm züchtet, vorzeitig ernten und in Tanks verlegen. Die Biologin ist dazu mit dem Ernteboot in die Kieler Förde gefahren und hat 30 kg frische Blätter abgeschnitten. „Wir mussten die Algen reinholen, weil sie niedrigere Temperaturen gewöhnt sind. Sonst würden sie ihr Wachstum einstellen und außerdem von fädigen Algen und Muschellarven, die jetzt bei der Wärme massiv auftreten, überwachsen werden“.
Nun schwimmen sie in den Wassertanks bei CRM und warten darauf, dass sie für die Charakterisierung weiterverarbeitet werden.

Nachhaltige Prozesse, um Braunalgen aus der Ostsee zu beziehen

CRM betreibt eine Meeresalgen- und Muschelfarm (Zuckertang - Saccharina latissima, Miesmuschel - Mytilus edulis) in der Kieler Förde, die dem Prinzip des sogenannten Integrated Mutitrophic Aquaculture (IMTA) folgt. Die Idee des IMTA ist es, Synergien der gemeinsamen Kultivierung von Organismen zu nutzen und somit nicht nur eine Entlastung des Ökosystems anzustreben, sondern auch eine Steigerung und Stabilisierung der Produktion. Dabei sind Regionalität, Auswahl geeigneter Küstenräume und (einheimischer) Arten, Wertschöpfung durch Einsatz von Technologie und Know-How sowie eine verbraucherorientierte Produktdiversifizierung die „Leitplanken“ dieser Geschäftsentwicklungen.

FucoSan-Partner in Russland

© Daniel Laufs

Projektkoordinatorin Professor Alexa Klettner war zum Makula Round Table nach Rostow-am-Don, Russland eingeladen, um das FucoSan-Projekt zu präsentieren. Die renommierte Augenklinik Interyuna hatte internationale Experten vom 18. bis zum 20. Mai versammelt, um über das Thema Makula – Pathologie und Heilungsmethoden zu diskutieren. Der Vortrag von Professor Klettner löste ein sehr positives Feedback und eine rege Diskussion über den Einsatz von Fucoidanen in der Augenheilkunde aus.

Forschungsseminar ”Applied Innovation Research zu maritimen Ressourcen”

© Daniel Laufs

Professor Carsten Schultz und Daniel Laufs, M.Sc., Projektpartner von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, bieten im Wintersemester ein Seminar an, in dem Patentanalysen durchgeführt werden, die langfristige Technologie- und Marktentwicklungen sichten und interpretieren. Thematisch steht die nachhaltige Nutzung maritimer Ressourcen in der Ostsee im Mittelpunkt. Mit oceanBasis ist ein weiterer FucoSan-Partner eingebunden und gibt Input zum Anwendungsfeld Kosmetische Produkte.
Zur Seminarbeschreibung (auf Deutsch)

Wissenschaftlicher Austausch über Fucoidane in Bodø, Norwegen

© Ferran Giones

Juniorprofessor Ferran Giones (SDU) hat FucoSan norwegischen Wissenschaftlern vorgestellt, die die verdauungsfördernde Wirkung von Fucoidan bei Tieren untersuchen. Die Experten tauschten sich über ihre Forschungsarbeiten aus und diskutierten u.a. über Extraktionsmöglichkeiten der Wirkstoffe, da die FucoSan-Partner dabei über ergänzende Expertise verfügen. Des Weiteren entstanden erste Überlegungen für ein Fucoidan-Netzwerk der nordischen Länder.

Vortrag über FucoSan in Vietnam

Beim zweiten „International Symposium of Marine Enzymes and Polysaccharides“ in Vietnam präsentierte Maria Mikkelsen (Technische Universität Dänemark) das FucoSan-Projekt. Auf der Konferenz wurden die neuesten Entwicklungen in der wissenschaftlichen und klinischen Forschung zu Enzymen und Polysacchariden marinen Ursprungs diskutiert.

Offizielles Projektlogo entschieden

Das Projekt FucoSan hat nun ein offizielles Logo. Die Projektpartner haben sich für einen Schriftzug entschieden, der außer dem Projektnamen eine Braunalge und deren Lebensraum, das Wasser, zeigt.
Das Projekt-Acronym setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „Fuco“ steht für Fucoidan, dem zu untersuchenden Wirkstoff aus der Braunalge. „San“ weist auf deren gesundheitsfördernde Eigenschaften hin.

Diskussion über Methoden zur Extraktion

Die Projektpartner trafen sich zum ersten Joint Project Meeting in Odense und diskutierten über den Status und das weitere Vorgehen der einzelnen Arbeitspakete. Die Beschaffung der Braunalgen und die Extraktion der Fucoidane sind zentrale Themen und Voraussetzung für den Projekterfolg.

marine drugs – Fucoidane in wissenschaftlicher Publikation

Die Fachpublikation marine drugs veröffentlicht einen Artikel des FucoSan-Partners Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Experimentelle Unfallchirurgie. Das Team um Prof. Sabine Fuchs hat die Eigenschaften von Fucoidanen untersucht und sieht Anwendungsmöglichkeiten zur Begrenzung der Angiogenese z.B. bei Osteosarkomen.
Artikel zum Download: http://www.mdpi.com/1660-3397/15/6/186

Startschuss für deutsch-dänische Zusammenarbeit

Auf dem ersten offiziellen Projekttreffen fiel der Startschuss: Rund 50 Projektpartner aus acht Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Deutschland und Dänemark werden für 36 Monate zusammen arbeiten. Ihr gemeinsames Ziel: Fucoidane aus Braunalgen gewinnen und analysieren als Basis für Medikamente und Kosmetika.

FucoSan – Gesundheit aus dem Meer erhält Interreg-Fördergelder

Der Interreg-Ausschuss hat im dänischen Sorø getagt und den FucoSan-Projektantrag bewilligt. Mit rund 2,2 Millionen Euro unterstützt das Interreg-Programm Deutschland-Danmark das Projekt in den kommenden drei Jahren.